"La lettre hebdomadaire" des "Journal de Genève et Gazette de Lausanne" hat nur 15 Monate überlebt: Am Freitag erscheint die letzte Ausgabe des vierseitigen Wochenblatts, das 300 Abonnenten zählte.
Direktor und Chefredaktor Christian Campiche räumte am Dienstag ein, dass der anfängliche Abonnementspreis von 750 Franken "selbstmörderisch" war. Ende letzten Jahres wurde der Abo-Preis auf 250 Franken für die Papierversion und auf 120 Franken für die elektronische Version gesenkt.
Die Zahl der Abonnenten stieg zwar, doch die Sponsorensuche erwies sich als schwierig. Deshalb nun das Aus. Das Meinungsblatt beschäftigte zwei Teilzeitangestellte sowie rund 20 freie Mitarbeiter. Ob die Publikation in anderer Form erscheinen wird, ist noch offen.
Seine Existenz verdankte "La lettre hebdomadaire" dem "Verein der Freunde des Journal de Genève und der Gazette de Lausanne". Vereinspräsident Pierre Engel kämpfte lange, um 2006 die Rechte am Traditionstitel zu erwerben. (sda)