Den Preis in der Kategorie «Beste Recherche» erhielt Demuth für seine Arbeit «Verbrechen ohne Täter». Sie zeichnet den Fall des Jenischen Alois Kappeler nach, den die Behörden im Kanton Schwyz jahrzehntelang bevormundeten. Kappeler will den Kanton nun auf Staatshaftung verklagen, wie der Beobachter berichtete. Die Jury würdigte Sorgfalt und Beharrlichkeit der Arbeit.
In der Kategorie «Nachwuchs» zeichnete die Jury die 27-jährige Luzernerin Rüedi für ihre Videoreportage «Reiches Land, harte Realität – Obdachlosigkeit in der Schweiz» aus. Rüedi geht darin den Ursachen von Obdachlosigkeit nach. Sie stützt sich auf Gespräche mit Betroffenen und Fachleuten.
In der neu geschaffenen Kategorie «Mediale Innovation» vergab die fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Nicole Jauch keinen Preis. Die eingereichten Projekte hätten sich nicht ausreichend von bestehenden Formaten abgehoben, schreibt die SRG Zentralschweiz.
Insgesamt gingen 51 Beiträge ein. Die SRG Zentralschweiz hat ihren Medienpreis nach eigenen Angaben erstmals seit sieben Jahren und in überarbeiteter Form vergeben. Künftig wird er alle zwei Jahre ausgeschrieben. (pd/nil)