Am Montagabend wurde die 200. Folge von Roger Schawinskis Talksendung ausgestrahlt. Diese wollte er mit FDP-Ständerat Philipp Müller und SVP-Nationalrätin Yvette Estermann in einer Diskussion über die Asylgesetzrevision feiern. Doch das Vorhaben ist geplatzt, wie Watson berichtet. Auf Anraten der stellvertretenden SVP-Generalsekretärin Silvia Bär und SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz verzichte Estermann auf eine Teilnahme.
Dass Schawinski nun so kurzfristig Ersatz suchen musste, passte ihm gar nicht: «Ich empfinde es als ungehörig, so kurzfristig abzusagen. Frau Estermann hat vor drei Wochen zugesagt. Nun wurde sie als langjährige Vizepräsidentin von ihrer Parteileitung in letzter Minute zurückgepfiffen. Die Sendung war fertig vorbereitet, die Ausschnitte zusammen, die Pressemitteilung verschickt», wird er von Watson zitiert.
Der letzte Auftritt der beiden Politiker wurde auf den Sozialen Medien weit verbreitet. Denn in der Sendung zur Durchsetzungsinitiative vom 15. Februar wollte Estermann partout nicht auf die gestellten Fragen antworten – und wurde so zum viralen Hit.
Wieso wollte sich Schawinski das nochmals antun? Er könne nicht immer die gleichen nehmen, so der Talkmaster gegenüber Watson. Zudem habe er erwartet, dass Frau Estermann «aufgrund von Reaktionen auf Ihre Darbietung im Februar mit einer anderen Haltung in meine Sendung zurückkehrt.» Doch das wird sie nicht. Stattdessen wird Alfred Heer für Yvette Estermann einspringen, meldet das Newsportal weiter.
Schawinski selber gab zu seinem Jubiläum ein Kurzinterview auf 20 Minuten und übt sich in diesem in diplomatischen Antworten. So antwortet er auf die Frage, wer sein Lieblingsgast war, mit «Soll ich also alle anderen 165 Gäste beleidigen?». Sein schönstes Erlebnis sei «jeden Montag», das schlimmste habe er «mit viel harter Arbeit verdrängt». Einzig etwas Einblick gibt er bei der Frage, ob er die Einladung bestimmter Gäste schon bereut habe: «Ich habe die Nase voll von Provokateuren, die keine meiner Fragen beantworten». (sg)
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