Die beiden unterlegenen Vermarktungsunternehmen IP Multimedia und Radiotele machen sich ihrem Ärger Luft, nachdem sie im Rennen um den Millionenauftrag für die Swiss Radio Pool-Sender gegen die publisuisse unterlegen sind. Trotz intensiven Bemühungen um den Auftrag haben sie den Kürzeren gezogen. "Nach allem was wir wissen, hat die publisuisse eine Offerte gemacht, welche nicht kostendeckend ist. Ein privater, nichtstaatlicher Anbieter hätte das so nie offerieren können", sagt Christian Gartmann, für die elektronischen Medien bei der Publigroupe zuständig, die im vergangenen Jahr Radiotele übernommen hat.
Für Radiotele bedeutet der Entscheid nach eigenen Angaben eine deutliche Zäsur in der Firmengeschichte. Aufhören zu existieren wird das Unternehmen jedoch nicht, wie Gartmann gegenüber "persoenlich.com" betont. "Es gibt auch ein Radiogeschäft neben dem Swiss Radio Pool, das lukrativ betrieben werden kann." Personelle Konsequenzen wird der verlorene Pitch vorerst keine haben. Gartmann: "Wir wollen im Markt weiterhin aktiv bleiben. Von Abbauplänen sind wir weit entfernt."