Zahl der Beanstandungen gleich geblieben

Ombudsstelle DRS - Jede vierte Beschwerde "mehr oder weniger berechtigt".

Bei Achille Casanova, Ombudsmann DRS, sind im Jahr 2006 genau gleich viele Beanstandungen wie im Vorjahr eingegangen. Mit 150 Beanstandungen liegt die Zahl im langjährigen Mittel (1993-2006), wie es in einer Mitteilung des Publikumsrates heisst. Am häufigsten wurde geltend gemacht, eine Sendung sei "unsachgemäss, politisch tendenziös" (46 Prozent). Weitere Beschwerde-Motive waren "Diffamierung einer Person, Vereinigung, Firma" (16,2 Prozent), "Verletzung religiöser Gefühle" (8,2 Prozent), "Gewaltdarstellung" (2,7 Prozent). und "sexuell anstössig, unethisch" (1,8 Prozent).

"Allgemeine Einwände, technische Probleme" machten 25,2 Prozent aus (2005: 9,6 Prozent). Die deutliche Zunahme unter dieser Rubrik ist laut Mitteilung schwer erklärbar, beinhalte aber auch die Umstellung von "Meteo" auf Mundart sowie Fragen, welche die Werbung und das Sponsoring betreffen.

Von den 114 materiell behandelten Beanstandungen betrafen deren 31 Sendungen von Schweizer Radio DRS (2005: 27). Wie in allen Vorjahren entfiel die überwiegende Mehrzahl der Beanstandungen auf die Programme des Schweizer Fernsehens. Achille Casanova ging auf 83 Reklamationen ein (2005: 112). Die häufigsten Beanstandungen (19) betrafen "10vor10", 14 die Tagesschau, 8 den „Kassensturz“, 6 den "Club", 5 die "Rundschau", 5 "Meteo" auf Dialekt und 4 "Schweiz aktuell".