Aus Angst vor Vergeltungsaktionen der Drogenkartelle hat eine weitere Zeitung in Mexiko die Berichterstattung über die organisierte Kriminalität eingestellt. Das Land gilt wegen des Drogenkriegs als eines der
gefährlichsten Ländern für Journalisten. Die mexikanische Regionalzeitung "Zócalo" werde nicht mehr über den Drogenkrieg berichten, teilte das Blatt am Montag mit. Die Redaktionsleitung sei um die
Sicherheit der Mitarbeiter und deren Familien besorgt, hiess es im Editorial der Zeitung aus dem Bundesstaat Coahuila de Zaragoza im Norden des Landes.
Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) rechnet Mexiko zu den gefährlichsten Ländern für Reporter. Nach Angaben der Organisation hatte im vergangenen Jahr bereits die Zeitung "El Mañana" aus dem Bundesstaat Nuevo Laredo aufgehört, über die Kartelle zu berichten. (sda)
Zeitung berichtet nicht mehr über Drogenkartelle
Mexiko - Redaktion fürchtet sich vor Vergeltungsaktionen.