Zeitung bleibt beliebtestes Medium

Oberwallis - Regionale Medien haben Mühe, Schritt zu halten.

Die Oberwalliser Bevölkerung nutzt vor allem die klassischen Medien Zeitung, Fernsehen und Radio. Den neuen Informationsmitteln Internet und Handy fällt es dagegen schwer, sich in der Region zu etablieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Fernfachhochschule Schweiz, die auf Befragungen basiert, die im November und Dezember 2007 schriftlich durchgeführt wurden.

Pro Tag wird im Oberwallis 164 Minuten Radio gehört, 110 Minuten ferngesehen, 53 Minuten im Internet verbracht, 42 Minuten Zeitung gelesen und 24 Minuten das Handy genutzt. Durchschnittlich verbringt der Oberwalliser also sechseinhalb Stunden pro Tag mit Medien.

Die klassischen Medienangebote werden zurzeit noch häufiger genutzt als die entsprechenden Online-Angebote. So wird WB-Online von 31 Prozent, die Printausgabe des "Walliser Boten" hingegen von 92 Prozent der Befragten gelesen. Das Online-Angebot von Radio Rottu Oberwallis (rro) frequentieren 42 Prozent, das Radio 78 Prozent. Und auch beim Schweizer Fernsehen (SF1 und SF2) zeigt sich dasselbe Bild: 28 Prozent nutzen das Online-, 86 Prozent das TV-Angebot.

Ein grosser Teil der Befragten ist dabei überzeugt, dass Online-Medien in Zukunft häufiger genutzt werden -- insbesondere jene der nationalen Zeitungen (52 Prozent), des "Walliser Boten" (47 Prozent) und des rro (42 Prozent). Bei den regionalen Fernsehsendern VS1 und VS2 glauben hingegen nur 27 Prozent, dass das entsprechende Online-Angebot Zukunft hat. VS1 und VS2 wurden am 4. Januar 2008 durch Tele Oberwallis ersetzt.

Der regionale und nationale Vergleich zeigt auf, dass bis auf das lokale Zeitungsangebot ("Walliser Bote" und "RhoneZeitung") die nationalen Medien am beliebtesten sind (vgl. Grafik im Anhang). Das Schweizer Fernsehen und das Schweizer Radio DRS haben in der Nutzungshäufigkeit die Nase vorn und liegen klar vor dem regionalen Fernseh- und Radioangebot. Die Autoren der Studie schliessen daraus, dass sich die regionalen Medien weiter verbessern müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Grafik 1: Nutzung der regionalen und nationalen Medien im Oberwallis.