Zeitung schreibt bereits schwarze Zahlen

"Sonntag" - Verleger Wanner hoch zufrieden mit der Lancierung des Blatts.

"Sonntag", die siebte Ausgabe der "Mittelland Zeitung", ist auf Kurs: Sowohl bei der publizistischen Wirkung des Produkts als auch beim Anzeigenvolumen seien die Erwartungen übertroffen worden, resümierte MZ-Verleger Peter Wanner an einer Veranstaltung im Zürcher Kaufleuten zum Start der Zeitung. Nur zehn Monate nach der Lancierung schreibt das Blatt nach seinen Angaben bereits schwarze Zahlen. Ursprünglich war der Break-even erst im Jahr drei geplant.

Nach der gelungenen Aufbauphase kündigte Wanner nun Phase zwei an: Diese sieht vor, dass das Blatt in den grösseren Städten per Frühzustellung abonnierbar sein wird. Nach Zürich, wo dies bereits seit einigen Monaten möglich ist, sollen nun auch die Agglomerationen Bern und Basel folgen. Zudem soll "Sonntag" ab Herbst auch im Mittelland einzeln abonnierbar sein. Bis anhin waren Abonnenten der "Mittelland Zeitung" gezwungen, das integrierte Abo mit allen sieben Ausgaben zu lösen.

Erstmals wurden im Kaufleuten auch die Leserzahlen präsentert: "Sonntag" erreicht auf Anhieb 364'000 Leser, wie eine Zwischenauswertung der MACH im Auftrag der WEMF zeigt (Untersuchungszeitraum Oktober 2007 bis März 2008). Damit sei "Sonntag" im Gebiet Mittelland/Nordwestschweiz klar die Nummer eins am Sonntag, wie Christoph Mary, Leiter Key Account erkärte. Eine repräsentative Befragung der Publicom von rund 900 Abonnenten zeige überdies eine hohe und weiter steigende Akzeptanz des neuen Titels: 71 Prozent der Leser würden das Blatt mittlerweile weiterempfehlen.

Die Zahl der Leser, die neben dem "Sonntag" noch eine weitere Sonntagszeitung lesen, ist laut der Erhebung zwischen September 2007 und April 2008 signifikant gesunken. Am Kiosk setzt der "Sonntag" durchschnittlich bereits 6'500 Exemplare ab, und dies ohne Werbung. Hier ortet der Verlag ein erhebliches Potenzial, das er nun mit einer Werbekampagne erreichen möchte.