Ab 9. April 2010 erscheinen die beiden Printprodukte des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv neu in einer Grossauflage von über 150'000 Exemplaren. Die "Schweizerische Gewerbezeitung" (sgz) und das "Journal des arts et métiers" (jam) haben sich aus diesem Anlass ein modernes inhaltliches und gestalterisches Konzept zugelegt.
Die sgz erscheint bereits seit 127 Jahren, während das jam kürzlich den 101. Geburtstag feiern konnte. Die beiden Publikationen erlebten in dieser langen Zeit mehrere "Auffrischungen". Die Wochenzeitung sgz wurde letztmals im Oktober 1996 einer Gesamtrenovation unterzogen, das monatlich erscheinende JAM folgte ein Jahr später. Höchste Zeit, den beiden Stimmen des Schweizer Gewerbes ein neues Äusseres zu geben, fand man gemäss Pressemitteilung beim Verband.
Diesmal steht das Formelle allerdings nicht im Vordergrund. Am wichtigsten sei gemäss sgv die Neupositionierung der bisher abonnierten Zeitung als Organ für alle Mitglieder der örtlichen Gewerbeverbände. Dies hat automatisch massive Auflagesteigerungen zur Folge: im Falle der sgz von 15'000 auf 108'000 und beim JAM von 8'000 auf rund 50'000 Exemplare. Neben den KMU-Chefs zählen auch Meinungsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu den Adressaten.
Inhaltlich nicht zu kurz kommen sollen die Hauptanliegen des sgv wie die Schaffung von optimalen Rahmenbedingungen für die mittelständische Wirtschaft, die Berufsbildung und der resolute Kampf gegen ungerechtfertigte Steuern und Abgaben. Ein besonderes Augenmerk gilt aber auch dem Lesernutzen. Tipps und Lösungsvorschläge gehören ebenso zum Blattkonzept wie Diskussionsforen.
Die neue inhaltliche und grafische Konzeption ist das Werk eines bewährten Teams. Der bekannte Luzerner Gestalter Clemens Barmettler hatte zusammen mit Lucca vor bald 30 Jahren die CoopZeitung von Zeitungs- auf Tabloidformat umgestellt und damit eine echte Erfolgsgeschichte eingeläutet. Bei den sgv-Zeitungen zog das Duo nun allerdings das Zeitungsformat vor, um sich klar von den Gratiszeitungen abzugrenzen. Barmettler, der für Dutzende Zeitungen in Deutschland, Österreich sowie in Osteuropa und Asien Layouts entworfen hat, entschied sich für eine leichtfüssige, bildlastige Gestaltung mit einer Superspalte.
Er verpasste den sgv-Zeitungen ihr neues Kleid: Gestalter Clemens Barmettler.
Für die Aufmachung ist die unter der Leitung von Patrick M. Lucca stehende Redaktionsequipe zuständig. Laetitia Bongard zeichnet für das JAM verantwortlich, welches das Schwergewicht klar auf die Romandie setzt. Gerhard Enggist ist primär für grosse Interviews, Reportagen und Spezialthemen in der sgz zuständig. Webmaster Raphael Suter besorgt die enge Anbindung ans Internet, das künftig vermehrt ins Gesamtkonzept einbezogen wird. Weiter ergänzen freie Journalisten nach Bedarf die Redaktion.
Die Funktion des Verlegers nimmt weiterhin sgv-Finanzchef Urs Wyler wahr. Für die Inseratenakquisition zeichnet neu die Publicitas Publimag AG verantwortlich. Geleitet wir die von Bern und Zürich aus operierende Truppe von Alfred Blaser. Druck und Vorstufe sind ab April 2010 Sache der St. Galler Tagblatt AG, einer Tochtergesellschaft der NZZ-Gruppe.