Zeitungen im Auflagentief trotz E-Paper

Deutschland - 2014 setzte sich die Talfahrt der deutschen Tageszeitungen fort.

Die Verleger in Deutschland hofften 2014 auf eine Beruhigung. Doch stattdessen sanken die Zahlen weiter in den Keller: Die Tageszeitungen verloren im vierten Quartal knapp 5 Prozent der verkauften Auflage schreibt das deutsche Branchenmagazin "Horizont" in der aktuellen Ausgabe.

Besondern betroffen sind die Einzelverkäufe, die ein Minus von 10,1 Prozent verbuchten. Auch die Abo-Verkäufe sanken, doch dank dem Angebot von E-Paper-Angeboten deutlich weniger um 3,2 Prozent. Das "Handelsblatt" konnte sogar ein leichtes Plus von 2,3 Prozent verbuchen. Die Nachfrage nach E-Paper-Ausgaben stieg zwar um 50,2 Prozent, doch gesamthaft sind dies nur 3,3 Prozent der Zeitungsverkäufe.

Etwas schwächer war der Rückgang bei Magazinen, insbesondere der Absatz von Programmheften scheint einigermassen stabil. Zulegen konnten Titel wie "Aktuell für die Frau", "Cosmopolitan" und "TV für mich". "Spiegel" und "Focus" konnten ihre Zahlen halten, der "Stern" musste einen Verlust von 6,1 Prozent verbuchen. Die stärksten Verluste hatten "Bild", "BamS" und "Welt". (pd)