Der britische "Guardian" will bei der Auswertung des brisanten Materials des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden künftig mit der "New York Times" kooperieren. Dies teilten beide Zeitungen am Freitag mit.
"In einem Klima eines starken Drucks von der britischen Regierung hat der Guardian entschieden, einen US-Partner mit ins Boot zu holen, um die GCHQ-Dokumente von Edward Snowden auszuwerten", erklärte der "Guardian". Die Berichterstattung über die Enthüllungen Snowdens werde fortgesetzt.
Nach der Vereinbarung soll die "New York Times" Zugang zu einigen als geheim eingestuften Dokumenten Snowdens erhalten. Snowden hatte auch Informationen über Aktivitäten des britischen Geheimdienst GCHQ enthüllt. Der "Guardian" und andere Medien veröffentlichten die Enthüllungen.
Nach eigenen Angaben wurde die Zeitung von der britischen Regierung zur Vernichtung der Snowden-Dokumente gezwungen. Von den Daten soll es im Ausland Kopien geben. (sda)
Zeitungen kooperieren bei Snowden-Enthüllungen
New York Times/Guardian - Grund ist der starke Druck der britischen Regierung.