Zeitungen steigern Werbeeinnahmen

Grossbritannien - TV-Sektor nach wie vor an der Spitze.

Die Zeitungsindustrie erlebt in Grossbritannien derzeit eine Trendwende. Trotz rückläufiger Auflagenzahlen und einem schwierigen ökonomischen Umfeld kann sie wieder steigende Werbeeinnahmen verbuchen. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der britische Fachverband Newspaper Marketing Agency (NMA) kürzlich präsentiert hat. Demnach konnten die nationalen Print-Zeitungstitel in Grossbritannien im vergangenen Jahr 14 Prozent des Gesamtumsatzes im Bereich der Anzeigenwerbung erwirtschaften. Das entspricht einem leichten Wachstum von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt über längere Sicht betrachtet den höchsten Wert seit mittlerweile fünf Jahren dar.

Der Zeitungs-Werbemarkt liegt damit im Branchenvergleich noch vor der Aussen- und Kinowerbung. An der Spitze steht allerdings immer noch unangefochten der TV-Sektor, der 35,7 Prozent der Werbeeinnahmen für sich verbuchen konnte. Zurückzuführen ist das Wachstum der Werbeeinnahmen der Zeitungen laut einem Bericht der britischen Zeitung "Guardian" nicht zuletzt auch auf das verstärkte Engagement der NMA im Bereich der Anzeigenwerbung. So hat der Fachverband, der sich unter anderem aus Mitgliedern wie den Zeitungen "Guardian", "Sun", "Times" und "Daily Mail" zusammensetzt, im vergangenen Jahr eine Initiative ins Leben gerufen, die Anzeigenkunden aus so vielen unterschiedlichen Branchen wie möglich für Werbung in Zeitungen gewinnen soll. (pte)