Zeitungsauflagen sinken, Erträge steigen

WAN - "World Press Trends 2004".

Die World Association of Newspapers (WAN) hat die Situation der Zeitungen in 208 Staaten untersucht. Der Durchschnitt der Werte aus allen Ländern ergibt für 2003 eine um 0.12 Prozent gesunkene Auflage gegenüber dem Vorjahr. Die Erträge aus den Inseraten sind aber um 2 Prozent gestiegen, wie der Tages-Anzeiger berichtet. In diesem Zeitraum verloren die Schweizer Zeitungen und Zeitschriften sowohl an Auflage (minus 2.1 Prozent) als auch an Inserateeinnahmen (minus 11.3 Prozent).

Da die Daten aus den verschiedenen Ländern qualitativ eine grosse Differenz aufweisen müssen die Ergebnisse mit Vorsicht bewertet werden, wie der Tages-Anzeiger findet. Die Untersuchung könne jedoch Trends liefern. Ein Trend zeige, dass der Anteil der Presse am gesamten Werbemarkt langsam aber stetig zurückgehe. Ein weiterer Trend sei bei den Online-Zeitungen zu beobachten, deren Nutzung seit 1999 um 350 Prozent gestiegen sei.

Neben solchen Trends liefert die Studie aber auch Fakten zur Presse in den 208 Staaten. So steht China mit täglich 85 Millionen verkauften Exemplaren an der Spitze der Absatzzahlen, wie man der Synthese des "Tagi" weiter entnehmen kann. Betrachte man aber die Zahl der verkauften Exemplare je Einwohner, falle China mit Platz 47 von 77 Ländern weit zurück. Die Schweiz liegt bei dieser Statistik auf Rang 9. An der Spitze liegen Island, Norwegen, Japan, Schweden und Finnland.