Zeitungshäuser befürchten massiven Werbeeinbruch

USA - Aktuelles Opfer: "New York Times".

Die globale Finanzkrise führt in Kombination mit dem deutlich schwächelnden Werbegeschäft zu dramatischen Auswirkungen für die Zeitungsbranche. Wie schwierig sich die Situation derzeit für Unternehmen in diesem Sektor darstellt, hat nicht zuletzt der kürzliche Bankrott der Mediengruppe Tribune, einer der grössten Zeitungsverlage in den USA, gezeigt.

Der Fernsehanbieter und Zeitungsverleger, zu dem traditionsreiche Blätter wie die "Los Angeles Times" und die "Chicago Tribune" gehören, musste aufgrund einer Verschuldung von fast 13 Milliarden Dollar Konkurs anmelden. Doch die Tribune ist nicht das einzige Opfer der aktuellen Krisensituation. So gab mittlerweile auch die "New York Times" bekannt, dass sie aufgrund finanzieller Probleme eine Hypothek auf ihr neues Verlagsgebäude aufnehmen müsse. Der Medienkonzern brauche bis zu 225 Millionen Dollar, schreibt das Flaggschiff der US-Zeitungsbranche.

Dass die gegenwärtige Krise nicht nur ausschliesslich US-amerikanische Medienhäuser betrifft, sondern auch in Europa ihre Opfer fordert, verdeutlicht das Beispiel Frankreich. Dort mussten laut Bericht der "International Herald Tribune" mit "Le Figaro" und "Le Monde" gleich beide führenden Zeitungen kürzlich tiefe Einschnitte bei der eigenen Belegschaft hinnehmen. Zwei weitere wichtige französische Blätter, die Wirtschaftszeitungen "Les Echos" und "La Tribune", mussten überhaupt gänzlich verkauft werden. (pte)