Zieht Klage gegen NZZ weiter

"Weltwoche" - Roger Köppel schreibt offenen Brief an die NZZ.

Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der "Weltwoche", setzt sich weiter gegen die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) zur Wehr. Er zieht das Urteil des Bezirksgerichts Zürich ans Obergericht weiter, wie er am Donnerstag in einem offenen Brief in der "Weltwoche" ankündigte.

Das Bezirksgericht hatte Mitte Mai die Klage der "Weltwoche" gegen die "NZZ" abgewiesen. Diese hatte nach Ansicht des Gerichts in einem Artikel vom 16. Februar 2010 zurecht die Frage nach den Hintergründen des Verkaufs der "Weltwoche" an Roger Köppel im Jahr 2006 gestellt. Im Artikel "Keine gläserne Informationswelt" wies der Autor darauf hin, dass die Hintergründe des Verkaufs der "Weltwoche" "im Dunkeln" geblieben seien. Damit habe die Frage, wer als "edler Gönner" wirkte, weiterhin gegärt. Beim Kauf der "Weltwoche" habe es "keine verdeckten Garantien und Sicherheiten" gegeben, betonte Köppel in einem am Donnerstag in seinem Blatt publizierten Offenen Brief an die "NZZ". Seine einzige Sicherheit sei die "Weltwoche" gewesen.

Das Urteil müsse er "zwingend anfechten", denn es drehe die Beweislast um. Nicht er, Köppel, müsse beweisen, dass er der Besitzer der "Weltwoche" sei, sondern die "NZZ" müsse "Fakten und Beweise" vorlegen für ihre "kreditschädigenden Behauptungen". "Weltwoche" und "NZZ" wollten auf Anfrage von persoenlich.com keine öffentliche Stellungnahme abgeben. (sda/dpa/bn)