Zu teure Recherchen sind Schnee von Gestern

Junge Journalisten - Projekt "vade vide scribe" zur Förderung aufwändiger Recherchen lanciert.

Junge Journalisten Schweiz (JJS) lanciert das Projekt "vade vide scribe" zur Förderung aufwändiger Recherchen durch junge Journalisten. Mit einem vom Verband ausbezahlten Spesenvorschuss sollen journalistische Projekte realisiert werden können, die andernfalls an den finanziellen Möglichkeiten scheitern würden, heisst es in der Mitteilung. Die dadurch gesammelten Erfahrungen unterstützen den Nachwuchs beim Einstieg in den Journalismus.

Engen betriebswirtschaftlichen Kalkulationen und immer schlechter oder gar nicht bezahlten Praktika stehen heute hohe Anforderungen und vielfältige Praxiserfahrung gegenüber. Ein Spagat, der gerade für Einsteiger schwierig zu meistern ist. Dennoch stürzen sich viele junge Menschen in die journalistische Tätigkeit.

"Mit dem neu geschaffenen Recherchefonds wollen wir die Hürden für aufwändige Recherchen zu Karrierebeginn verkleinern", erklärt Präsident Elia Blülle in der Mitteilung. Wer heute als junger Journalist aufwändige Recherchen realisieren will, lege häufig drauf. Der Verband Junge Journalisten Schweiz gewährt deshalb künftig jungen Medienschaffenden einen Spesenvorschuss für solche Recherchen. Die Überlegung: Ein fertiges Produkt überzeugt mehr als eine noch nicht realisierte Idee. Insbesondere, wenn eine grosse Idee von jungen Medienschaffenden vorgetragen wird. Bei der Vergabe von Aufträgen an junge Medienschaffende tragen Verlage ein hohes Risiko, heisst es in der Mitteilung. JJS will dieses Risiko übernehmen und dadurch kreativen Ideen die Chance geben, in einer grossen Geschichte zu enden. (pd)