Zürcher Quartierzeitung vor dem Aus

"Vorstadt" - Finanzielle Probleme führen zur Einstellung.

Die Zürcher Quartierzeitung "Vorstadt" wird auf Ende Jahr eingestellt. Grund sind finanzielle Probleme. Drei Personen muss gekündigt werden, wie Erika Zurgilgen vom Echo-Verlag am Donnerstag auf Anfrage sagte. "Wir können eine weitere Durststrecke nicht allein finanzieren", wird Verlagsleiter Elio Camponovo in der Mittwochsausgabe zitiert. "Die Vorstadt" erscheint in den Stadtkreisen 11 und 12 jeden zweiten Mittwoch als Beilage des "Tagblatts der Stadt Zürich".

Ende Mai 2007 hatte die Tagblatt der Stadt Zürich AG die Wochenzeitung "Die Vorstadt" an die Echo-Verlags AG verkauft. Der Verlag ist Herausgeberin des "Quartierecho". Dieses erscheint weiterhin in den Stadtkreisen 3, 4 und 9 und wird ab 2009 in alle Briefkästen verteilt.

Die "Vorstadt" war 1957 von Ernst E. Büchi gegründet worden und bis 1996 vom Büry-Verlag herausgegeben. Sie wurde dann vom Zürcher SVP-Parteisekretär Karl Schroeder übernommen und 1999 an die Akeret AG (heute: Zürcher Unterland Medien AG) weiterverkauft. Seit Mitte 2005 gehörte sie zur Tagblatt der Stadt Zürich AG, an der der Verlag Tamedia die Mehrheit besitzt. (sda)