Zukunft des Fernsehens diskutiert

TV 2.0 Summit - Meinungen gingen weit auseinander

Am Donnerstag fand im Festsaal des Kaufleuten in Zürich der erste TV 2.0 Summit statt. Die Veranstaltung richtete sich an Profis aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Agenturen, Werbung und Marketing im gesamten deutschsprachigen Raum. In einer Reihe von prominent besetzten Diskussionen und Vorträgen wurde die Zukunft des Fernsehens erörtert.

Das Medium Fernsehen verändert sich nach wie vor unter dem Druck von technologischen Neuerungen. Der TV 2.0 Summit stellte die Frage, wie die betroffenen Branchen mit diesem Wechsel umgehen können und wo er überhaupt hinführen wird. Die Meinungen darüber gingen weit auseinander. "Der Inhalt des Fernsehens ändert sich nicht, da sich die Vorlieben der Menschen kaum ändern. Was sich ändert, ist die Technologie. In Zukunft wird das Fernsehen komplett mit dem Internet zusammenwachsen und interaktiv werden. Vielleicht gibt es sogar irgendwann holografisches TV, aber der Inhalt bleibt", zeigte sich etwa Ex-RTL-Chef Helmut Thoma optimistisch.

Die jüngere Generation ist da etwas skeptischer. "Der TV-Konsum nimmt ab. Meine Generation sucht ganz gezielt nach Inhalten. Dinge wie Live-Events locken aber nach wie vor Seher vor die Schirme. Ich bezweifle aber, dass es TV als Kommunikationskanal nach dem Schema 'Einer sendet, viele hören zu' noch lange geben wird. Im Netz kann heute jeder ohne Aufwand selber senden", sagte Podcaster Philipp Riederle. Die Entwicklungen in diesem Bereich sind jedenfalls noch nicht abgeschlossen. (pte)