Im Juni erreichte das Schweizer Fernsehen (SF) einen Gesamt-Marktanteil von 29,5 Prozentpunkten. Damit blieb das SRG-Tochterunternehmen im Monatsrating zum dritten Mal in Folge unter der psychologisch wichtigen 30-Prozent-Marke, wie die Zeitung "Der Sonntag" schreibt. Für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres weist SF im 24-Stunden-Vergleich immerhin noch einen Marktanteil von 30,7 Prozentpunkten aus. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt von 2010 ist dies aber ein Verlust von weiteren 1,9 Prozentpunkten. Vergleicht man den Wert vom Juni 2011 mit demjenigen vom Juni 2010, müsse man von einem eigentlichen Einbruch reden: Der Marktanteil fiel von 39,7 auf 29,5 Prozentpunkte. Die SRF-Sprecherin Andrea Hemmi nennt die Fussball-Weltmeisterschaft, die im Sommer 2010 in Südafrika ausgetragen wurde, als Hauptursache für den Zuschauerrückgang.
Der Rückgang am Vorabend beträgt im Juni auf SF zwei gegenüber dem Vorjahr 17,9 Prozent und am Hauptabend immer noch 13,7 Prozent. Ob für diese Differenzen allein die Fussball-Grossveranstaltung verantwortlich gemacht werden kann, ist gemäss dem "Sonntag" fraglich. Zumal die WM erst ab dem 11. Juni 2010 auf die Statistik einzuwirken begann. Gut halten sich auf SF 1 die Info-Gefässe. So hat die Hauptausgabe der "Tagesschau" im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres um 1,6 Prozent auf 50,8 Prozent zugelegt, "10 vor 10" steigerte den Marktanteil um 2,7 auf 35,1 Prozent und der "Kassensturz" liegt bei 32,7 Prozent (plus 1,1). Zu den Gewinnern gehört auch die Wirtschaftssendung "Eco", die sich von 18,3 auf 21,7 Prozentpunkte steigert. Auch die "Arena" konnte ihren Anteil marginal erhöhen.