Zurück zum alten Broadsheet-Format

"Blick" - Ab Herbst ist Schluss mit Tabloid.

Ringier hat offenbar entschieden. Seit Donnerstag soll klar sein, was mit dem "Blick" passiert. Wie "persoenlich.com" von mehreren guten Quellen erfahren hat, soll das Boulevardblatt definitiv neulanciert werden. Laut Insidern gehe es zurück zum alten grossen Broadsheet-Format mit einem separaten Sportteil. Vom "Blick" als Einbund-Zeitung werde man sich verabschieden.

Ringier-Chef Marc Walder hat es in einem Interview mit der "NZZaS" im Januar bereits schüchtern angetönt: "Ich stelle mir jeden Tag die Frage, ob es richtig ist, den "Blick" als Einbund-Zeitung zu machen, mit einem Sportteil, den man von hinten zur Mitte liest, nachdem man das Blatt auf den Kopf gedreht hat. Ich war in unserer Druckerei in Adligenswil und fragte die Arbeiter, die seit 15 bis 20 Jahren Nacht für Nacht den "Blick" drucken, wie er ihnen gefällt. Sie antworteten, dass sie einen eigenen Sportbund wollen und ein grösseres Blattformat."

Sofort wird der "Blick" nicht umgekrempelt. Laut internen Informationen wolle man aber bis im Herbst die Druckerei auf das grössere Blattformat umrüsten. Zudem ist zu vernehmen, dass Ringier künftig einen "härteren" Boulevardkurs fahren möchte. Mit Ralph Grosse-Bley, seit Januar Stellvertreter von Chefredaktor Bernhard Weissberg, hat man diesbezüglich schon ein klares Zeichen gesetzt. Zur Erinnerung: Grosse-Bley war massgeblich an der Affäre um Thomas Borer beteiligt.

Die Recherchen von "persoenlich.com" will die Pressestelle von Ringier nicht bestätigen: "Sämtliche Ringier Titel und Produkte werden ständig verbessert und weiterentwickelt. Bezüglich der Weiterentwicklung von "Blick" ist aber nichts entschieden."