14.10.2009

"Blick"

Zurück zur alten Grösse

Kein Platz mehr für den "Blick"-Käfer.

Der "Blick" ist am Mittwoch erstmals wieder im grossen Format und mit separatem Sportbund erschienen. Die Boulevard-Zeitung feiert mit dem Relaunch ihren 50. Geburtstag - und in der ersten Ausgabe vor allem sich selber. Augenfälligste Neuerung am "Blick" ist die Rückkehr zum Broadsheet-Format. Nach fünf Jahren Tabloidformat nach dem Vorbild der Pendlerzeitungen kehrt das Ringier-Blatt hiermit wieder zur alten Grösse zurück.

Das grössere Format erlaube es, Boulevard-Themen einen wesentlich kräftigeren Auftritt zu ermöglichen, schreibt Ringier in einer Mitteilung. Damit will sich der "Blick" wieder auf den "eigentlichen Kern seiner Marke zurückbesinnen", wie es Ringier-Schweiz-Geschäftsführer Marc Walder ausdrückt. Mit der Rückkehr zur Zweibund-Zeitung mit separatem Sportteil werde zudem ein vielfach geäusserter Wunsch der Leser erfüllt. Ein Revival erlebt auch das "Blick-Girl", das nun regelmässig auf Seite 1 platziert wird. In der ersten Ausgabe präsentiert es sich allerdings noch etwas züchtig.

Keinen Platz mehr für den Blick-Käfer

Auf den ersten drei Seiten der Mittwochs-Ausgabe feiert der "Blick" vor allem sich selber: Nach einer Doppelseite voller Promi-Gratulationen folgt ein Bericht über die Geburtstags- und Relaunch-Party. Unter dem Titel "Wie der Blick die Schweiz veränderte" startet mit dieser Ausgabe ausserdem eine Serie über die Anfangszeiten des einstigen "Revolverblatts". Am morgigen Donnerstag folgt eine Hommage an die Sex-Beraterin Marta Emmenegger.

Auf den übrigen 36 Seiten pflegt der "Blick" den klassischen Boulevard: Er zeigt die "Jammer-Briefe aus dem Knast" des Aargauer Aupair-Mörders, bringt drei Seiten über die Schweizer Nati und ganz zum Schluss eine ganze Seite People-News - von "Sex and the City" bis Gölä. Keinen Platz im neuen und zugleich alten Konzept hat der "Blick"-Käfer: Das jahrzehntelang genutzte Maskottchen wurde endgültig abgeschafft, nachdem es vor einigen Monaten schon in den Service-Teil verbannt wurde. "Neue Elemente kommen, alte müssen irgendwann gehen", begründet Ringier-Sprecher Stefan Hackh das Aus des Werbeträgers. (sda)



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