Zusammenlegung und Kauf von Radio Thurgau bewilligt

Radio Top - UVEK stimmt Gesuch zu.

Das UVEK hat am 29. Oktober 2004 dem Verkauf von 100 Prozent der Aktien der Lokalradio Thurgau AG von der Huber & Co. AG, Frauenfeld an Günter Heuberger, den Geschäftsführer von Radio Top , zugestimmt. Die Lokalradio Thurgau AG besitzt 25 Prozent der Aktien an Radio Top sowie vier Sendeanlagen im Kanton Thurgau. Sie war Inhaberin der vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am 26. März 1997 erteilten Konzession für den Kanton Thurgau, welche am 31. Dezember 2004 abgelaufen ist.

Seit dem 1. Januar 2005 sendet Radio Top unter der neuen Top -Konzession, welche das UVEK am 23. Dezember 2004 erteilte. Die Konzession enthält Auflagen für die Weiterführung der bisherigen Fensterprogramme. Auf das gleiche Datum ist die Ausdehnung des Sendegebietes auf die Stadt Zürich in Kraft getreten. An Radio Top halten nun für eine kurze Übergangszeit bis zum eigentlichen gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss Radio Eulach 50 Prozent, Radio Wil 25 Prozent und Günter Heuberger 25 Prozent.

Noch während des am 18. Februar 2004 begonnenen Verfahrens für den wirtschaftlichen Übergang stellte Radio Top beim UVEK das Gesuch die drei Konzessionen von Radio Eulach, Radio Thurgau und Radio Wil zusammenzulegen. Die über 150 Aktionäre bewilligten an ihren Generalversammlungen vom 29. und 30. Juni 2004 einstimmig den Aktienumtausch und die direkte Beteiligung an Radio Top .

In einer zweiten Phase sollen im 1. Halbjahr 2005 die drei Gesellschaften in die Radio Top AG integriert werden. Die Sendeanlagen gehen dann ebenfalls an Radio Top über. Nach Abschluss aller juristischen und wirtschaftlichen Transaktionen werden Günter Heuberger 52.5 Prozent, der Thurgauer Unternehmer Martin U. Model 8 Prozent der Aktien sowie weitere 100 Aktionäre Anteile von weniger als 5 Prozent halten. Andere Aktionäre hatten von einem Verkaufsangebot Gebrauch gemacht.

In der Anhörung des BAKOM befürworteten die Kantone die Änderung im Aktionariat und die Zusammenlegung der drei Konzessionen. Hingegen sprachen sich die Nachbarsender Radio 24, Radio Munot und Radio Aktuell teilweise heftig gegen den Aktienverkauf und die Zusammenlegung der drei Konzessionen aus.

Das UVEK kam in seinen Erwägungen zum Entscheid zum Schluss, dass die Erhöhung des Aktienanteils des Geschäftsführers eher zu einer Stärkung des Unternehmens führen dürfte, indem die gebündelte wirtschaftliche Verantwortung auch gezieltere und klare Entscheide ermöglichen werde.