Im Bürgerkriegsland Syrien werden zwei französische Radiojournalisten vermisst. Von den beiden Männern gebe es seit rund 24 Stunden kein Lebenszeichen, teilte ihr Arbeitgeber, der Sender Europe 1, am Freitag mit.
Bei den Journalisten handle es sich um den Reporter Didier François und den Fotografen Edouard Elias. Der Mitteilung zufolge wird gemeinsam mit den syrischen Behörden nach den beiden gesucht.
Während seines Staatsbesuchs in Japan forderte Frankreichs Präsident François Hollande am Freitag die unverzügliche Freilassung der beiden Journalisten. Sie seien nicht Vertreter irgendeines Landes, sondern arbeiteten, um Informationen für die Welt zu beschaffen, sagte Hollande während einer Medienkonferenz.
Im Mai hatte Amnesty International auf die Gefahren für Journalisten in Syrien hingewiesen. Die Menschenrechtsorganisation listete dutzende Fälle von Medienvertretern auf, die in Syrien von Regierungstruppen oder Rebellen angegriffen wurden. Mindestens 36 Journalisten wurden demnach vermutlich bewusst getötet. Mehrfach wurden in Syrien auch Journalisten verschleppt. (sda)