Im Februar 2001 traf sich der TV-Produzent Alan Boyd mit zwei ihm bisher unbekannten Herren. Die Idee, welche die beiden ihm in der nächsten Stunde präsentierten, revolutionierte die TV-Welt: Das Konzept für eine Casting Show. Boyd notierte sich die Ideen auf zwei kleinen Notizzetteln, welche die britische Zeitung "Guardian" am Sonntag veröffentlichte. Es handelte sich um eine vom Fernsehen begleitete Suche nach einem Musikstar aus dem Volk. Als Arbeitstitel war damals noch "Your Idol" aufgeführt, wie der "Tages-Anzeiger" berichtet. Später wurde das Format in "Pop Idol" beziehungsweise "Deutschland sucht den Superstar" oder "MusicStar" unbenannt.
Interessant: Sämtliche Erfolgsfaktoren der heutigen Castingshows hatte sich Boyd bereits auf die beiden kleinen Zetteln gekritzelt: Die Show sollte so "gross und episch" sein wie ein grosser Spielfilm: Mit 50'000 Bewerbern sollte es sich um das grösste Casting handeln, das es je gegeben hat; Die Boulevardpresse soll mit eingebunden werden, das ist wichtig für den Erfolg; Es soll eine Jury geben, beim Finale soll aber das Publikum entscheiden; Als Preis sind eine Million Pfund und ein "grossartiges Leben" aufgeführt.