Die beiden Schweizer Journalisten Patrick Vallélian und Sid Ahmed Hammouche haben vor einem Pariser Gericht obsiegt. Sie wurden von Schwester Agnès wegen Verleumdung auf eine Million Euro Schadenersatz angeklagt. Die Rufschädigung sei durch das Buch "Attentat express" erfolgt, welches durch den Verlag Editions du Seuil veröffentlicht wurde, heisst es in der Mitteilung. impressum hat die Verteidigungskosten der zwei Journalisten übernommen.
Patrick Vallélian und Sid Ahmed Hammouche waren in Syrien, als ihr Freund und Berufskollege Gilles Jacquer, Reporter bei France 2, in Homs getötet wurde. Gemeinsam mit der Witwe von Gilles Jacquier, Caroline Poiron, verfassten sie über das Geschehene ein Buch, welches unter dem Titel "Attentat Express" beim Verlag Seuil in Frankreich erschienen ist. Das Buch schildert die Ereignisse und sucht Antworten auf die Frage, wer Gilles Jacquier getötet hat. Die Autoren beleuchten dabei auch die Rolle der Schwester Agnès, die sie an den Ort des Geschehens geführt hatte.
2013 erhob Schwester Agnès vor einem Pariser Gericht (17e chambre correctionnelle du Tribunal de Grand Instance) Klage wegen Verleumdung und forderte Schadenersatz von einer Million Euro. Vallélian und Hammouche wurden in Paris von Rechtsanwalt William Bourdon vertreten.
Nun liegt der Entscheid vor. Das Gericht ist nicht auf die Klage eingetreten, da die darin erhobenen Vorwürfe zu ungenau waren. Die Klägerin hat das Urteil nicht weitergezogen. (pd)