Er führe das grösste Medienhaus des Landes und wolle es zu einem Technologieunternehmen umbauen. Was er mit den Journalisten anfangen soll, müsse er noch herausfinden: Bereits die Einleitung in das zweiseitige Porträt über den Ringier-CEO Marc Walder ist kritisch. Geschrieben hat die Zeilen NZZ-am-Sonntag-Redaktor Michael Furger für die aktuelle Ausgabe (online nicht verfügbar).
Journalismus mache Ringier auch noch. Doch der sei allmählich zur Nebensache geworden, schreibt Furger. Und fügt an: Ringier soll am Ende so werden wie Amazon oder Google. Natürlich sage Walder das so nicht, aber wenn man ihn eine Weile begleite auf seiner Reise durch die «kunterbunde Ringier-Welt, werde das ziemlich klar».
Walder sei «immer freundlich, immer interessiert, immer einfühlsam» und trotzdem vor allem bei Angestellten des «Blick» wenig beliebt. Er leite nicht, sondern treibe an. Für die Transformation von Ringier habe er vor allem drei Eigenschaften anzubieten: Er sei «schnell, einnehmend und kaltblütig». Im Kern funktioniere er wie ein guter Verkäufer. (wid)
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