Am Montagabend hat die Zürcher Radio-Stiftung im Zunfthaus zur Meisen ihre Medienpreise verliehen. Die Jury unter der Leitung von Colette Gradwohl würdigte zwei SRF-Sendungen, je eine von Radio und Fernsehen. Die Preise sind mit je 25’000 Franken dotiert.
Den Radiopreis erhielt die Sendung «Tagesgespräch» von Radio SRF, die seit 2001 im Studio Bern produziert wird. Der Anspruch der Sendung ist hoch, schreibt die Stiftung. Tag für Tag das Thema des Tages mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport, Gesellschaft sachkundig, kritisch und fair zu vertiefen. Die Macherinnen und Macher des «Tagesgesprächs» hätten diesen Anspruch seit 2001 bis auf den heutigen Tag mit bemerkenswerter Konstanz und in journalistisch überzeugender Weise eingelöst, heisst es in einer Medienmitteilung. Angesichts des permanenten Aktualitätsdrucks und der dadurch bedingten häufig nur kurzen Zeiten für Recherche und Gesprächsvorbereitung sei dies eine preiswürdige Parforceleistung. Aktuell führen Karoline Arn, David Karasek und Simone Hulliger die täglichen Gespräche. Frühere Moderatorinnen und Moderatoren waren (in chronologischer Reihenfolge): Sonja Hasler, Emil Lehmann, Susanne Brunner, Ivana Pribakovic, Urs Siegrist, Marc Lehmann und Barbara Peter.
Der Fernsehpreis 2025 geht an die dreiteilige DOK-Serie «Inside Kronenhalle – Luxus und Tradition im Kultrestaurant». Die Kronenhalle ist eine Institution, die Tradition, Prominenz und Kunst verbindet. «Inside Kronenhalle» blicke in einer Schauplatzreportage hinter ihre Kulissen, hält die Stiftung fest. Der Preis würdigt die hohe handwerkliche Qualität der Dokumentation – die exemplarisch sorgfältige Gesamtinszenierung von Kamera, Ton, Schnitt und Musik ermöglicht einen unverstellt-authentischen Blick in das laufende Betriebsgeschehen.
Das Team, das «Inside Kronenhalle» realisiert hat: Vanessa Nikisch, Nathalie Rufer (Produzentinnen); Matthias Gruic, Michael Gerner, René Schönenberger (Kamera); Neil Bieri, René Alfeld, Karin Gadient (Ton); Felix Hulliger (Schnitt); Alexandre J. Maurer (Musik); Franziska Wellinger (Produktion); Nathalie Rufer (Leitung). (pd/nil)