Zwischenhalt bei Verhandlungen vereinbart

Medien-GAV - Syndicom und Impressum sprechen von «wenig Konsens und viel Dissens» mit dem Verband Schweizer Medien bei den Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag. Ein weiterer Verhandlungstermin steht noch an.

Nach sieben Verhandlungsrunden über einen Medien-Gesamtarbeitsvertrag haben Syndicom und Impressum auf der einen und der Verband Schweizer Medien (VSM) auf der anderen Seite einen Zwischenhalt vereinbart. Er dient dazu, die bisherigen Ergebnisse in ihren jeweiligen Organisationen vertieft zu prüfen.

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde für den 4. Oktober vereinbart, wie die Gewerkschaften am Donnerstag mitteilten.

Am 16. Oktober 2017 waren die Verhandlungen für einen neuen Medien-GAV aufgenommen worden. Das Ziel war, Mindestarbeitsbedingungen der Journalistinnen und Journalisten sowie des technischen Redaktionspersonals in der Deutschschweiz und im Tessin zu definieren.

Wenig Konsens und viel Dissens

Die Gewerkschaften schrieben nun am Donnerstag, in einer Gesamtschau sei von den Parteien anlässlich der 7. Verhandlungsrunde am 28. August festgestellt worden, dass einerseits zwar ein paar Annäherungen hätten erzielt werden können, dass aber anderseits in wesentlichen Punkten nach wie vor Dissens bestehe.

Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll, dass die beteiligten Organisationen dieses Zwischenergebnis vertieft prüfen, um zu entscheiden, ob die Verhandlungen weitergeführt oder abgebrochen werden sollen.

«Um den verbleibenden Spielraum auszuloten», sei noch ein Verhandlungstermin für den 4. Oktober vereinbart worden. Die Verhandlungen seien bisher intensiv und sachlich verlaufen – und «trotz inhaltlicher Differenzen in einer angenehmen und von gegenseitigem Respekt geprägten Arbeitsatmosphäre». (sda/maw)