28.04.2014

upc cablecom

Start eines eigenen Mobilfunkangebots

Vorerst können es nur die bisherigen Kunden nutzen.
upc cablecom: Start eines eigenen Mobilfunkangebots

Nach jahrelanger Vorbereitung ist es soweit: UPC Cablecom steigt wieder in den Mobilfunkmarkt ein. Mit dem Angebot will die Kabelnetzbetreiberin verhindern, dass die Kunden zur Konkurrenz von Swisscom und Sunrise abwandern. Ein Mobilfunkabo der Cablecom lösen können aber vorerst nur Personen, die bereits Kunde des Unternehmens sind.

In der Startphase würden rund 400'000 Kunden angeschrieben, teilte Cablecom am Montag mit. Diese Phase solle etwas mehr als einen Monat dauern. Die treuesten Kunden kämen zuerst, sagte Cablecom Mobilfunkverantwortlicher Christoph Weber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Nach der Startphase werde der Kundenkreis ausgeweitet.

Cablecom-Kunden, die bereits ein Abo für digitales Fernsehen, Internet oder Festnetztelefonie haben, können nun unter drei Mobilfunkabos wählen. Wer kein neues Handy braucht, kann auch nur eine SIM-Karte bestellen und zahlt damit weniger Monatsgebühren. Gespräche innerhalb des Fest- und Mobilfunknetzes von Cablecom sind gratis.

Rückkehr auf Markt 
Mit dem neuen Angebot kehrt die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz wieder ins Mobilfunkgeschäft zurück, in dem sie vor Jahren bereits einmal aktiv war. Allerdings verkaufte Cablecom damals lediglich Sunrise-Angebote weiter. Dies reichte Cablecom nicht aus. "Wir wollen eigene Preispläne und Dienstleistungen anbieten, um die Bedürfnisse unserer Kunden abzudecken", sagte Cablecom-Chef Eric Tveter. Der Ende 2005 geschlossene Deal mit Sunrise liess man Ende 2010 daher auslaufen.

Dafür kündigte Cablecom im Herbst 2011 die Zusammenarbeit mit Orange an. Zweieinhalb Jahre später erfolgt nun der Start. Die lange Dauer begründete Weber mit dem Aufbau eigener Mobilfunkinfrastrukturen: "Das war eine Herausforderung." Denn die Infrastrukturen dienen nicht nur Cablecom, sondern auch anderen Tochtergesellschaften der UPC-Gruppe, zu der Cablecom gehört.

Infrastruktur in Amsterdam 
Diese europäische Kerninfrastruktur steht in Amsterdam, wo die UPC Gruppe ihren Hauptsitz hat. Dorthin werden die Signale weitergeleitet, die von den Orange-Handyantennen kommen. "Wenn wir einfach ein Wiederverkaufsangebot hätten, wäre unser Mobilfunkangebot viel schneller gestartet", sagte Weber: "Wir wollten aber sicherstellen, dass das neue Angebot reif ist und funktioniert."

Aus diesem Grund will Cablecom auch nichts überstürzen, was die Einschränkung des Kundenkreises in der Startphase erklärt. "Wir wollen sicherstellen, dass wir die Nachfrage bewältigen können", sagte Weber. Man wolle keine reinen Mobilfunkkunden gewinnen. (sda)

Lesen Sie auch, was Comparis-Telekom-Experte Ralf Beyeler vom Angebot hält.

Bild: upc-cablecom.ch


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