08.04.2013

3+

Kämpft weiter gegen Veröffentlichung der TV-Quoten

"Wir wollen eine unabhängige Überprüfung des gesamten Systems", sagt Senderchef Dominik Kaiser.
3+: Kämpft weiter gegen Veröffentlichung der TV-Quoten

Seit drei Monaten streiten die Schweizer TV-Sender und die Stiftung Mediapulse über die Veröffentlichung der Fernsehquoten. 2012 wurde eine neue Messtechnik eingeführt, die ab 2013 bessere Messungen hätte zulassen sollen. Aufgrund gegenüber der alten Methode stark geänderter Daten, wurden die neuen Nutzungsdaten nicht freigegeben, da die wirtschaftlichen Folgen für einige Stationen zu einschneidend wären.

So wohl auch für den Privatsender 3+. Dieser hat die Veröffentlichung mit einer superprovisorischen Verfügung untersagt. Obwohl Experten dem System am Freitag attestiert haben, dass es internationalen Standards entspricht, kämpft 3+ weiter.

Wie "20 Minuten" am Montag schreibt, listet der Sender auf 50 Seiten auf, was am System falsch sei. Die happigen Vorwürfe reichen von falscher Zuordnung, über nicht nachvollziehbare Abweichungen bis zu falschen Datengrundlagen. In einem Interview mit der Pendlerzeitung wird Senderchef Dominik Kaiser denn auch deutlich: Die Zahlen seien falsch und mit einem magelhaften System erhoben worden. "Die Mediapulse-Experten haben weder das System im laufenden Betrieb getestet, noch Nutzungsdaten des Systems überprüft."  Man wolle nun eine wirklich unabhängige Überprüfung des gesamten Systems erwirken.

Gegen das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), welches die Zahlen auf eigene Faust kommuniziert hatte, prüft der Sender nun rechtliche Schritte, wie Kaiser weiter sagte. "Mediapulse ist für das Quoten-Debakel verantwortlich. Und nur Mediapulse kann es beenden." (20min)

Bild: Keystone

 


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