150 Fachleute diskutierten in Zürich

Comm.focus - Der Anlass im Kongresshaus befasste sich mit der Frage, wie Behörden die Bevölkerung in einer fragmentierten Öffentlichkeit erreichen.

Der erste Comm.focus Behördenkommunikation fand am Donnerstag im Kongresshaus Zürich statt. Rund 150 Personen aus Behörden, Wissenschaft, Medien und Kommunikation nahmen teil. Im Zentrum standen der Wandel der Mediennutzung und die Frage, wie Kommunikation unter diesen Bedingungen Orientierung schaffen kann, heisst es in einer Mitteilung.

Der Bündner Regierungspräsident Martin Bühler eröffnete den Tag mit einer politischen Einordnung. Der Autor Roger de Weck, Michael Hermann von Sotomo sowie Mark Eisenegger vom Institut Fög der Universität Zürich beleuchteten den Wandel der Informationsgesellschaft. Am Nachmittag präsentierten Eisenegger und Julia Krasselt (ZHAW) Forschungsergebnisse zum Informationsverhalten der Bevölkerung. In den Praxis-Sessions zeigten Dario Wellinger (Fachhochschule Graubünden), Christoph Caviezel (Wirz Group) und Paul Meyrat (Stadt Zürich) Tools, Kampagnenmechanismen und das Beispiel der Amtfluencer. Peter Stücheli-Herlach und Stephan Rösli (ZHAW) zogen eine Bilanz zur Professionalisierung der politischen Kommunikation.

Drei Erkenntnisse

Die Veranstalter halten fest, Organisationen müssten wissen, wie und über welche Kanäle sich Menschen informieren. Kommunikation solle Entscheide von Beginn an begleiten und Teil der strategischen Führung sein. Zudem brauche es Offenheit für neue Instrumente und Formate. Daniel Camenisch, Initiator der Commsummit Schweiz, betont, der Anlass habe gezeigt, wie wichtig der Austausch über die eigene Organisation hinaus sei.

Der nächste Comm.focus findet am 8. April 2027 in Zürich statt und befasst sich mit Krisenkommunikation. Am 7. und 8. Oktober 2027 folgt in Davos der zweitägige Fachkongress Comm.summit. (pd/spo)