2024 belief sich der «Beratungs-, Büro- und Verwaltungsaufwand» auf 431 Millionen Franken – ein neuer Spitzenwert. Bemerkenswert ist der Mehrjahresvergleich: Unter Susanne Ruoff, welche die Post von 2012 bis 2018 führte, betrugen die Ausgaben in diesem Bereich durchschnittlich 255 Millionen Franken pro Jahr. In der Ära Cirillo dagegen wurden im Schnitt 401 Millionen ausgegeben, wie die NZZ am Sonntag schreibt.
Die Post begründet den Anstieg in erster Linie mit steigenden IT-Aufwänden. Recherchen zeigen jedoch, dass auch die Vergabe zahlreicher Beratungsaufträge für Firmen wie McKinsey und Co. zur Entwicklung beigetragen haben. 2020 sicherte sich die Post die Dienste von 25 Beratungsfirmen, die man in der Folge für einzelne Projekte gegeneinander antreten liess – etwa im Zusammenhang mit Akquisitionen.
Wie viele Aufträge es genau waren, will die Post nicht verraten. Auch zur Gesamtsumme, die in den vergangenen fünf Jahren an die 25 Beratungsunternehmen geflossen sind, schweigt der Staatskonzern. Aus dem Zuschlagsentscheid vom Januar 2020 geht jedoch hervor, dass die berücksichtigten Anbieter in ihren Offerten Tagessätze von bis zu 25’325 Franken eingegeben haben. (pd/spo)