Archivmaterial als digitale Erzählung

Volta Studio - Die Agentur hat für die Universität Freiburg und das Gosteli-Archiv die Plattform umtun.ch gestaltet und entwickelt. Diese zeigt Menschen, die bestehende Verhältnisse hinterfragt und gesellschaftlichen Wandel angestossen haben. Vom Studio stammt auch das Erscheinungsbild des Projekts.

Die Website umtun.ch ist seit dem 1. Oktober online. Sie erzählt von Menschen, die sich freiwillig engagiert haben. Die Geschichten stammen aus unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Kontexten, unter anderem aus den Bereichen Flucht und Asyl, Abtreibung und Gewalt.

Die Plattform übersetzt wissenschaftliche Recherchen und historische Quellen in ein digitales Erzählformat. Archivfotografien, Dokumente, Zitate, Illustrationen und Animationen werden dabei zu einzelnen Geschichten verbunden. Ein Designsystem gibt den visuellen Rahmen vor und lässt gleichzeitig unterschiedliche Dramaturgien für die einzelnen Inhalte zu. Für die Bildsprache kombiniert das Studio Archivmaterial mit Collagen, typografischen Elementen und animierten Cut-outs.

«Wir wollten eine Gestaltung entwickeln, die dem historischen Material Raum gibt, ohne es zu musealisieren», lässt sich Volta Studio in der Mitteilung zitieren. Die Website solle zum Lesen einladen und gleichzeitig die Komplexität der Geschichten erhalten.

Die Agentur hat das Projekt rund ein Jahr lang begleitet: von der Konzeption über die visuelle Identität und das UX/UI-Design bis zur Programmierung. (pd/cbe)