Argus kämpft gegen Mitbewerber an

Monitoring-Anbieter - Der Branchenprimus steht laut einem Gerichtsentscheid unter Verdacht, unbefugt Daten beschafft zu haben.

«In Nidwalden tobt ein wüster Wirtschaftskrimi», berichtet die «Luzerner Zeitung». Der Medienbeobachter Argus wolle dabei den Markteintritt des Konkurrenten NR Swiss verhindern.

Rückblende: Ende 2016 übernahm die Argus-Gruppe den Mitbewerber Management Tools Media (MTM). In der Folge kam es dort laut «Luzerner Zeitung» zu einer Kündigungswelle. Einige ehemalige MTM-Angestellte erhielten beim Konkurrenten NR Swiss einen neuen Job. Die Argus-Gruppe rief deshalb das Nidwalder Obergericht an. Dieses hat den Entscheid dieser Tage den Parteien zugestellt. Grundsätzlich sei es nicht unlauter, Mitarbeitern eines Konkurrenten Stellen anzubieten, sofern dies nicht in wettbewerbswidriger Weise erfolge, so das Gericht.

Während des Verfahrens seien offenbar auch Dokumente eingereicht worden, bei denen es sich womöglich um «materiell rechtswidrige Beweismittel handelt», heisst es in der «Luzerner Zeitung» weiter. Die Argus-Gruppe stehe im Verdacht, sich illegal Zugang zu einem privaten E-Mail-Account verschafft zu haben. Dies habe eine Strafanzeige gegen unbekannt wegen unbefugter Datenbeschaffung bei der Staatsanwaltschaft Nidwalden ausgelöst.

«Es wird deutlich, dass die Argus-Gruppe mit allen juristischen Mitteln versucht, den Markteintritt unserer Firma zu verhindern, um ihre ‹Monopolstellung› zu behalten», sagt Nikolaus Zumbusch, Geschäftsführer von NR Swiss, gegenüber dem «PR Journal». (cbe)