Für die Bundeskanzlei hat Wirz Brand Relations ein neues Gestaltungskonzept für die Abstimmungserläuterungen des Bundesrates entwickelt. Im Fokus stand, die Leseführung und Lesefreundlichkeit zu verbessern sowie generell das Layout moderner und zugänglicher zu gestalten, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Man wolle nicht alles anders machen, sondern etablierte Elemente wie das prägende Rot als «Markenfarbe» des Bundes weiterhin und noch bewusster nutzen.
«Uns allen ist die Bedeutung dieses zentralen Instruments der Schweizer Demokratie natürlich sehr bewusst. Wenn unsere Arbeit nun einen Beitrag dazu leisten kann, das Interesse und Verständnis für zukünftige Abstimmungen zu erhöhen, dann haben wir ein wichtiges, gemeinsames Ziel erreicht», lässt sich Thomas Städeli, CEO von Wirz Brand Relations, zitieren.
Neben vielen Details zählt Wirz vier Bereiche auf, die optimiert worden seien:
- Zielgruppengerechter: Für den schnellen Überblick werden neu alle Vorlagen am Anfang kompakt auf zwei Seiten vorgestellt, mit Verweis auf die vertiefenden Informationen in den Erläuterungen wie auch im Internet.
- Lesefreundlicher: Angefangen bei den Umschlagsseiten, wo Gestaltung und Gewichtung der Informationen eine hohe Wiedererkennbarkeit und klare Orientierung schaffen, navigiert ein einheitliches, aufgeräumtes Layout durch die Vorlagen und soll Hilfestellungen für interessierte wie auch weniger interessierte Leser bieten. Der neu geregelte Farbeinsatz setzt gezielt Akzente und unterstützt die Leseführung. Die Typografie wurde bezüglich Lesbarkeit optimiert.
- Verständlicher: Zur Erläuterung der teils komplizierten Inhalte wurde ein einfaches Infografik-Toolkit definiert, das sowohl klare Orientierung wie auch genügend Spielraum für die Aufbereitung der unterschiedlichen Themen bietet. Damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die multimedialen Informationsangebote noch stärker nutzen, werden diese zukünftig deutlicher in den Blickpunkt gerückt.
- Ausgewogener: Eine Vorgabe für die Neugestaltung war es, den Initiativ- oder Referendumskomitees den gleichen Raum für ihre Argumente einzuräumen wie dem Bundesrat. Diesem Anliegen folgt das neue Konzept: In den Kapiteln «Argumente» und «In Kürze» stehen für die Pro- und Contra-Argumente exakt gleich viel Platz zur Verfügung. Insgesamt ist es für die Leser neu auch einfacher, zwischen Informations- und Meinungsteil zu unterscheiden.
Da sowohl Anzahl als auch Umfang der Vorlagen pro Volksabstimmung sehr stark variieren, sei das Konzept insgesamt sehr flexibel. Die aufgefrischte Variante wird voraussichtlich beim Urnengang vom 23. September 2018 erstmals eingesetzt.
Das Abstimmungsbüchlein wird bei jeder eidgenössischen Volksabstimmung an die rund fünf Millionen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verschickt und ist damit die auflagenstärkste Publikation der Schweiz. (pd/eh)