@BarackObama ist der meistgefolgte Politiker

Studie - Zwei Drittel der Staatsoberhäupter dieser Welt nutzen Twitter.

Die Public Relations- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller veröffentlichte die Studie "Twiplomacy", eine jährlich erscheinende globale Studie über die Präsenz und die Nutzung von Twitter durch Staatsoberhäupter. Anfang Juli 2013 analysierte Burson-Marsteller 505 Regierungsaccounts in 153 Ländern, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt. Die Studie zeigt, dass mehr als drei Viertel (77.7 Prozent) dieser Führungspersönlichkeiten über einen Twitter-Account verfügen und zwei Drittel (68 Prozent) über diesen Kanal auch Beziehungen zu ihren Amtskollegen unterhalten.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der amerikanische Präsident @BarackObama mit über 33 Millionen Followern bei Twitter noch immer der meistgefolgte Politker ist. Doch obwohl fast ein Drittel (148) aller politischen Führungskräfte Barack Obama folgen, gehört er nicht zu den am besten vernetzten Staatsoberhäuptern. @BarackObama folgt nur zwei weiteren Staatsoberhäuptern, die wiederum ihm folgen - Jens Stoltenberg aus Norwegen und Dmitry Medvedev aus Russland. 

Der Papst (@Pontifex) ist mit über 7 Millionen Followern auf seinen insgesamt neun Accounts der zweit-meist gefolgte World Leader. Obwohl Papst Franziskus nicht direkt mit anderen Twitter-Nutzern interagiert, werden insbesondere seine auf Spanisch verfassten Tweets durchschnittlich mehr als 11‘000 Mal retweetet, was ihn zum einflussreichsten Leader der Welt auf Twitter macht, erklärt Burson Marsteller. 

Derzeit betreibt nur eines der sieben Mitglieder des Schweizer Bunderates einen Twitter-Account: Alain Berset, der Vorsteher des Eidgenössischen Departementes des Innern (@alain_berset). Berset ist auch gleichzeitig der Nutzer, der am häufigsten vom@BR_Sprecher, dem Bundesratssprecher André Simonazzi, retweetet wird. Simonazzi folgt derzeit sechs weiteren Twitter-Accounts, alle von ihnen sind aus der Schweiz. Unter ihnen sind die beiden einzigen auf Twitter präsenten Eidgenössischen Departemente: Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (@vbs_ddps) sowie Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (@UVEK). Das Departement für auswärtige Angelegenheiten nutzt Twitter nicht. Dies legt nach Erklärung von Burson Marsteller nahe, dass Twitter nicht als ein zentraler diplomatischer Kommunikationskanal für die Schweiz betrachtet wird.

Die Studie zeige, dass Twitter für die führenden politischen Persönlichkeiten der Welt zu einem prioritären Kommunikationskanal geworden ist. (pd)