Bern wünscht koordiniertes Vorgehen der Städte

Minarett-Plakat - Gemeinsame Linie gefordert.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät teilt die Kritik der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) an den Anti-Minarett-Plakaten. Ob die Plakate in Bern ausgehängt werden ist indes noch offen. Tschäppät wünscht sich ein koordiniertes Vorgehen. Die Städte sollen sich wenn möglich auf eine gemeinsame Linie einigen, sagte Tschäppät am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er werde sich beim Schweizerischen Städteverband dafür einsetzen.

Persönlich tendiere er eher dazu, die Plakate nicht aushängen zu lassen, sagte Tschäppät weiter. Es sei für ihn ein Ärgernis, dass die Initiative durch die provokativen Plakate so viel Medienaufmerksamkeit bekomme, ohne dass die Plakate überhaupt schon hingen. Ähnlich äusserte sich am Mittwoch der Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) werde die Stadtbehörden informieren, sobald sie Anfragen habe. Biel werde sich dann nach dem Vorgehen der "Mehrheit der grossen Städte richten".

Bereits entschieden haben der Kanton Basel-Stadt und die Stadt Lausanne. Sie wollen nicht zulassen, dass die APG die Aushänge auf öffentlichem Grund anbringt. Die Stadt St. Gallen will den Aushang erlauben.