Bernhard Sutter verstorben

Todesfall - Der Exit-Geschäftsführer ist am 21. Juli im Alter von 58 Jahren in Japan gestorben. Der frühere Journalist und Präsident des Zürcher Pressevereins wechselte 2007 zur Sterbehilfeorganisation, wo er seit 2015 als Geschäftsführer wirkte.

Sutter war während der Familienferien mit seinem Sohn auf den Fuji gestiegen, als er einen medizinischen Notfall erlitt. Auf rund 3000 Metern Höhe erreichte er eine Berghütte und verlor dort das Bewusstsein. Das Personal setzte einen Defibrillator ein, Bergretter brachten ihn ins Tal, im Spital konnten die Ärzte nichts mehr für ihn tun. Warum er zusammenbrach, ist bis heute nicht bekannt. Exit teilte den Tod am 22. Juli auf der eigenen Website mit, nachdem japanische Medien und der Blick über den Vorfall berichtet hatten.

Vor seinem Wechsel zu Exit war Sutter zwei Jahrzehnte als Journalist tätig. Sutter begann beim damaligen Radio Z, dem heutigen Radio Energy, war später beim Schweizer Fernsehen tätig und arbeitete zehn Jahre lang als Redaktor für den Tages-Anzeiger. Zudem schrieb er als freier Reisejournalist für Travel Inside und veröffentlichte Bücher. Von 2004 bis 2008 präsidierte er den Zürcher Presseverein (ZPV) und blieb danach bis Ende 2014 Vorstandsmitglied, bevor er austrat, weil er nicht mehr journalistisch tätig war.

Für den Berufsverband Impressum sass er in der GAV-Kommission «und verhandelte für würdige Arbeitsbedingungen mit dem Verlegerverband», wie der Zürcher Presseverein in seinem Nachruf schreibt. Seine Berichte aus den GAV-Verhandlungen seien in den Vorstandssitzungen legendär gewesen, schreibt der Verein weiter: «Eine kritische Mischung aus Information, Klarheit und einer wohltuenden Prise Witz.»

Ende 2007, noch während seiner Zeit als ZPV-Präsident, wurde bekannt, dass Sutter Sprecher von Exit wird (persoenlich.com berichtete). Im Vorstand des Pressevereins löste die Ankündigung Erstaunen aus: «Faszination eines 40-Jährigen für einen würdigen Tod?» Sutter folgte auf den früheren Radiodirektor Andreas Blum und betreute zunächst die Vierteljahrespublikation «Exit Info». Später war er Vizepräsident und Leiter Kommunikation bei Exit, seit 2015 Geschäftsführer.

Exit schrieb, man verliere mit Sutter nicht nur den Geschäftsführer, sondern auch einen langjährigen Wegbegleiter. Eine Nachfolge hat Exit bislang nicht kommuniziert. (nil)