Orell Füssli hat den 2019 initiierten Umbau seines Verlagsgeschäfts abgeschlossen. Der Orell Füssli Verlag wird künftig seine Ausrichtung auf den Bereich Bildung fokussieren und das Angebot auf Lernmedien und juristische Fachmedien für den Schweizer Markt konzentrieren, wie es in einer Mitteilung heisst.
Der Verlag verfüge in diesem Bereich «über ein starkes und etabliertes Programm und sieht attraktives Potenzial für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereiches und den Ausbau der Marktposition». Hierfür sollen laut Mitteilung die programmatische Ausrichtung und die Digitalisierung des Angebotes im Bereich Lernmedien verstärkt vorangetrieben werden. Die Kinderbuch-Marken Globi und Carigiet mit den wissensvermittelnden Buchreihen wie zum Beispiel «Globi lernt» oder «Technik mit Globi» und ihrem Fokus auf den Schweizer Markt würden sehr gut zur neuen Ausrichtung passen und beim Orell Füssli Verlag verbleiben.
Im Zuge dieser Fokussierung wird der Atlantis Verlag für Kinderbücher an den Zürcher Kampa Verlag verkauft, welcher Atlantis als eigenständiges Programm und mit bestehender Programmleitung weiterführt, heisst es weiter. Mit dem Schweizer Kampa Verlag konnte für Atlantis «eine nachhaltige Lösung gefunden werden, welche die Fortführung der Verlagsstrategie für qualitativ hochwertige Kinderbücher gewährleistet». Die Verlagsmitarbeitenden als auch die Autoren des Atlantis Verlags werden vom Kampa Verlag übernommen.
In der Orell-Füssli-Kinderbuch-Reihe ebenso wie in der Sachbuchreihe, welche beide in den letzten Jahren nicht mehr kostendeckend waren, bleibt das bestehende Programm verfügbar, ab 2021 werden jedoch keine neuen Werke mehr publiziert (persoenlich.com berichtete). Im Rahmen dieser Massnahmen kommt es laut Mitteilung zur Kündigung von einer Mitarbeitenden im Teilzeitpensum und einer Frühpensionierung. Mit den betroffenen Mitarbeitenden seien sozialverträgliche Lösungen gefunden worden. (pd/cbe)