Die grössten Karrierekiller in der PR

Trendmonitor - Nicht erreichbar sein in der Krise ist ein No-Go. Dies zeigt eine Umfrage von News aktuell und Faktenkontor. Weitere neun Punkte, die das Karriere-Aus bedeuten könnten.

Wer als Mediensprecher in einer Unternehmenskrise nicht erreichbar ist, kann sich ganz schnell ins Karriere-Aus katapultieren. Das meinen über zwei Drittel (69 Prozent) der Teilnehmer einer Umfrage von News aktuell und Faktenkontor.

Auch schlecht für die Karriere: Den eigenen Chef gegenüber den Medienvertretern kritisieren (52 Prozent). Jeder dritte Befragte glaubt ausserdem, dass er durch das vorzeitige Veröffentlichen der Bilanzzahlen seine Karriere riskiert (37 Prozent).

Aber auch Faktoren, die nicht mit dem eigenen Fehlverhalten zu tun haben, bremsen die Karriere aus. So gibt fast ein Drittel der Befragten an, dass das Beharren auf eine 40-Stunden-Woche die berufliche Weiterentwicklung verhindert (31 Prozent). Jeder fünfte Umfrageteilnehmer sieht auch in der Teilzeitarbeit ein Risiko für das Vorwärtskommen im Job (17 Prozent).

Erfreulich: Wer seinen eigenen Standpunkt klar vertritt, verbaut sich kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Nur jeder achte Kommunikationsprofi fürchtet sich davor, gegenüber der Geschäftsführung (13 Prozent) oder Kollegen und Kunden (12 Prozent) klare Kante zu zeigen.

Die grössten Karrierekiller in der PR:

  1. In der Krise nicht erreichbar sein (69 Prozent)
  2. Mit Journalisten schlecht über den Chef sprechen (52 Prozent)
  3. Bilanzzahlen zu früh veröffentlichen (37 Prozent)
  4. Auf 40-Stunden-Woche bestehen (31 Prozent)
  5. Medieninformation versehentlich zu früh rausschicken (30 Prozent)
  6. Teilzeit arbeiten (17 Prozent)
  7. Sich als Nachfolger für den (PR-)Chef ins Gespräch bringen (14 Prozent)
  8. Als «Berater der Geschäftsführung» zu stark seine Meinung äussern (13 Prozent)
  9. Auf Frauenquote pochen (13 Prozent)
  10. Gegenüber Kollegen oder Kunden klare Kante zeigen (12 Prozent)


Die SDA-Tochter hat bei Fach- und Führungskräften aus Schweizer Medienstellen und PR-Agenturen nachgefragt, welche Faktoren Karrierekiller sind. Knapp 290 Kommunikatoren haben am PR-Trendmonitor teilgenommen. (pd/cbe)