Die Macht der Medien

PR Suisse - 19. Schweizer PR-Symposium über die Bühne gegangen.

Am Montag fand im Basler Rathaus das 19. Schweizer PR-Symposium von PR Suisse statt. Namhafte Referenten und Podiumsteilnehmende sowie 100 Mitglieder des Dachverbandes nahmen daran teil. Im Zentrum des Symposiums stand der Begriff Macht. Die Macht der Medien beschäftigt PR-Schaffende gleichermassen wie Leser, Zuhörer und Zuschauer. Professor Dr. Kurt Imhof eröffnete das Symposium und referierte zum Thema "Medien und Demokratie". In seinem Referat sprach er darüber, dass sich die Machtfrage früher nicht in gleichem Masse stellte wie heute. Die Information stand mehr im Vordergrund als die Meinungsmache.

Das zweite Referat wurde von Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach vorgetragen. Die Präsidentin der Schweizerischen Lauterkeitskommission zeigte auf, wie die Lauterkeitskommission aufgebaut ist, wie sie agiert und auf welche Beschwerden eingegangen wird. Hannes Britschgi, langjähriger Fernsehmoderator, Publizist bei Ringier, Anwalt und Journalist, erklärte den Anwesenden "Die Machtfrage aus der Perspektive der Macher". Britschgi machte deutlich, dass bei guten Journalisten eine recherchierte Information im Vordergrund steht, nicht die Headline der Sensation willen. Und er zeigte anhand eines Beispiels, dass die Macht der Medien beschränkt ist.

Referent Christoph G. Meier, Head Corporate Communications der UBS AG sprach über das Thema "Den GAU herbeireden". Die UBS stand während der Finanzkrise oft in der harten Kritik der Medien. Mit interrogativen Headlines in den Medien wurden Ängste geschürt und Sachverhalte vermittelt, welche nicht der Wahrheit entsprachen. Das hätte für die Bank sehr gefährlich werden können. Nach einer kurzen Pause leitete Baschi Dürr, Grossrat Basel-Stadt und Geschäftsführer Farner Basel, die Diskussion zwischen Prof. Dr. Kurt Imhof, Dr. Thomas Borer, Inhaber Dr. Borer Consulting, Christoph G. Meier, Hansi Voigt, Chefredaktor 20 Minuten Online und Willy Surbeck, Chefredaktor Tele Basel. Die Podiumsteilnehmenden waren sich einig, dass die Medien eine grosse Verantwortung haben und Mitteilungen auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen sind. Ansonsten bewerteten sie die Macht und die Einflussnahme der Medien sehr unterschiedlich. (sda)