Gegen Hemmungen und Vorurteile

SSBL - Drei Kurzfilme erzählen die persönlichen Geschichten von Betreuten.

Der Alltag, die Gefühle und Gedanken eines Menschen mit schwerer Behinderung sind für viele nicht vorstellbar. Der Grossteil der Gesellschaft kommt kaum mit beeinträchtigten Menschen in Berührung. Hemmungen und Vorurteile sind entsprechend weit verbreitet. Mit drei neuen Filmclips will die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten. In den Kurzfilmen stehen deshalb betreute Personen und ihre persönlichen Geschichten im Zentrum.

Der Clip "Mängisch" thematisiert das Lebensgefühl eines jungen, schwer behinderten Mannes. Seine inneren Bilder zwischen Lebensfrust und Lebensfreude werden sichtbar. Der Schlusssatz ist deutlich: "Ech wett ken andere si – ned andersch si".

Im zweiten Clip "Zäme" steht die tägliche Zusammenarbeit zwischen einer Bewohnerin und einer Mitarbeiterin im Zentrum.

Der dritte Clip betont die Gemeinsamkeiten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung und ruft zum Miteinander in der Gesellschaft auf. Er zeigt, wie gemeinsame Erlebnisse Grenzen aufheben können.

Für diese Aufnahmen hat sich Frölein Da Capo, Irene Brügger, unter die Menschenmenge gemischt. Produzent Ralph Eichenberger sei es laut Mitteilung gelungen, in der Trilogie eine berührende Bildwelt mit prägnanten Botschaften und Musik zu verbinden.

Verantwortlich für die Filme: Ralph Eichenberger (Produzent), Till Gmür (Kamera), Philipp Scherrer (Musik). (pd)