MeteoSchweiz soll Bevölkerung schneller informieren

Urek - Engere Zusammenarbeit mit den Medien vorgeschlagen.

MeteoSchweiz soll sich verstärkt darum bemühen, die Bevölkerung schnell über lokale Unwetterwarnungen zu informieren. Dies fordert die Umweltkommission (Urek) des Ständerates, die den Leistungsauftrag 2008-2011 des nationalen Wetterdienstes geprüft hat.

Für die Interventionsdienste habe der Warndienst von MeteoSchweiz ordnungsgemäss funktioniert, hält die Urek nach den lokalen Unwettern der vergangenen Tage fest. Zu einer schnellen Warnung der Bevölkerung könnte eine engere Zusammenarbeit mit den Radio- und Fernsehstationen beitragen.

MeteoSchweiz würde so zur "offiziellen Stimme" des Bundes bei meteorologischen Gefahren, heisst es in einer Mitteilung der Urek vom Dienstag. Für eine engere Zusammenarbeit der verschiedenen Fachstellen mit den Medien plädiert auch der Bundesrat in einem Bericht, mit dem die Lehren aus den schweren Unwettern vom August 2005 gezogen wurden.

Laut Urek ist es schwierig, das richtige Mass zu finden: Zu viel Kommunikation berge das Risiko, dass sich Warnungen als unbegründet erwiesen und in der Folge nicht mehr ernst genommen würden. Trotz rechtzeitiger Vorwarnung gebe es zudem bei schweren Unwettern kaum Sofortmassnahmen, die Sturm- und Wasserschäfen verhindern könnten. (sda)