Milliarden in Imagekorrektur investiert

China - Expansion staatlicher Medien soll Meinung der Welt beeinflussen.

Eine Gruppe der grössten, staatlich kontrollierten Medienorganisationen Chinas will in den kommenden Jahren Milliarden von Dollar investieren und die eigene Expansion rund um den Globus vorantreiben. Hinter den Plänen ist laut Einschätzung vieler Experten der Versuch der chinesischen Regierung zu sehen, das eigene angeschlagene Image im Rest der Welt aufzupolieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen sich die mittlerweile äusserst wohlhabenden chinesischen Mediengiganten künftig nicht nur verstärkt um die Akquirierung internationaler Medienposten bemühen, sondern auch eigene Büros und Vertretungen im Ausland aufbauen, die durch Berichte in Englisch und anderen Sprachen die Meinung der Welt über China mitbestimmen sollen.

Wie die Zeitung "International Herald Tribune" berichtet, sehen die entsprechenden Pläne der Regierung sogar die Errichtung eines 24-Stunden-Nachrichtenkanals nach Vorbild des arabischen TV-Senders Al Jazeera vor. Von Seiten der chinesischen Regierung will man die aktuell durchgesickerten Imagekorrekturpläne nicht bestätigen. "Es gibt zwar noch keine konkreten Finanzierungspläne für diese Expansions- und Imagekampagne. Aber auch wenn noch nicht ganz klar ist, was genau die Regierung umsetzen will, fest steht, dass sie es tun wird", bestätigt Yu Guoming, Vizedekan der Pekinger Journalismusschule Renmin University gegenüber dem "International Herald Tribune". (pte)