Was ist Risiko? Wie riskant ist Risiko? Kann man Risiko delegieren? Und wenn nicht: Wann kann man wirklich sagen, man hat die Risiken im Griff? Diese und viele weitere Fragen stellt die neue Ausgabe von 500m+, dem Jahrhundertmagazin der Nagra – und versucht sie, mithilfe von Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen zu beantworten. Das schreibt die Agentur Schroten in einer Medienmitteilung.
Die Zürcher Storytelling-Agentur verantwortet seit vier Jahren das Jahrhundertmagazin der nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra). Das Konzept, bis zum Verschluss des Schweizer Tiefenlagers jedes Jahr eine wandelbares, monothematisches Magazin herauszugeben.
In der vierten Ausgabe mit dem thematischen Schwerpunkt Risiko erklärt etwa Lord Martin Rees, der Gründer des Centre for the Study of Existential Risk an der Universität Cambridge, im Gespräch mit Sebastian Sele, welches die grössten Risiken für die Menschheit sind und wo politische Führungsverantwortliche einen blinden Fleck haben. Der Wirtschaftspsychologe Christian Fichter wiederum erklärt, wie Unternehmen mit Risiken umgehen sollten.
Erfahren, was die Nagra derzeit beschäftigt
Autor David Fehr geht unserer kulturellen Risiko-Prägung nach, Michèle Roten unterhält sich mit einer angehenden Forstwartin – dem statistisch gesehen, risikoreichsten Beruf hierzulande – und Nicola Brusa besucht das Felslabor im jurassischen Mont Terri, um herauszufinden, wie die Nagra die Risiken des Tiefenlagers in den letzten Jahren Schritt für Schritt eliminiert hat und was sie derzeit beschäftigt.
Umrahmt und angereichert werden die Reportagen, Essays und Interviews von den Illustrationen der bekannten deutschen Künstlerin Anna Haifisch. Auf sieben Doppelseiten malt sie sich selbst Risikoszenarien für das Schweizer Tiefenlager aus. «Nach meiner Vorstellung, bilden das grösste Risiko meistens Banalitäten, die eine Kette von ungünstigen Ereignissen auslösen könnten.» So tauchen auf ihren Bildern etwa Marder auf, die Kabel durchbeissen oder Viehherden, die das Erdreich abtragen. «Ich finde, man muss einem solch ernsten und übergrossen Thema auch mit einer Portion Humor begegnen. Natürlich ohne, dass man sich darüber lustig macht.»
«500m+» ist diesmal ein vielstimmiges Print- und Online-Magazin, mit Reportagebildern von Florian Kalotay und einem rund fünfminütigen Dokumentarfilm, der in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Mattogrosso entstanden ist. (pd/nil)