Die im Bund der Public Relations Agenturen der Schweiz BPRA zusammengeschlossenen 24 Agenturen mussten nach zwei Jahren erstmals keinen Rückgang im Geschäftsvolumen verkraften: Mit einem Gesamtumsatz von 81.2 Mio. Franken blieben die Nettohonorarerträge der erfassten Agenturen im Jahr 2004 praktisch auf dem Stand des Vorjahres 2003.
Die Zahl der Mitarbeitenden sank von 370 auf 363, also nur geringfügig. Der Honorarertrag pro Kopf stieg ebenfalls leicht: von 200'000 auf 224'000 Franken. Damit bewegt er sich im langjährigen Mittel, woraus der BPRA-Vorstand schliesst, dass die Mitglieder des Bundes ihr Geschäft betriebswirtschaftlich solide führen.
Der Gesamtmarktentwicklung sei stabil, jedoch seien auch höchst unterschiedliche Abschlüsse der einzelnen Mitglieder zu verzeichnen: Bei den einen kam es zu bedeutenden Umsatzzuwächse, bei anderen aber zu markanten Umsatzrückgängen. Auch hat sich die Marktstrukur verflacht.
Früher dominierten die fünf grössten Agenturen den Markt, ein Mittelfeld fehlte und daneben existierte eine grosse Zahl von Kleinagenturen -- im Jahr 2004 wurde die Struktur ausgeglichener. Einen Grund für diese Umstrukturierung sieht BPRA-Präsident Ulrich Bollmann in den sinkenden Kosten für elektronische Kommunikations-Tools: "Technologisch kann heute auch eine Kleinagentur mit den Grossen mithalten."
Die Liste wird mit 10.7 Mio. Franken Netto-Ertrag von Farner angeführt. Auf dem zweiten Platz steht zum ersten Mal die Agentur Burson-Marsteller, die den Umsatzzuwachs infolge zwingender WPP-Konzernvorschriften jedoch nicht veröffentlichen darf. Platz 3 belegt unverändert Bütikofer mit 8,4 Mio. Fraken. Die neu zur englischen Huntsworth-Gruppe gehörende Trimedia rutschte auf Platz 4; Wirz PR blieb auf Platz 5.