Schauspielhaus Zürich erhält neuen visuellen Auftritt

Studio Voile - Das Redesign soll die typographische Geschichte des Hauses würdigen und den programmatischen Aufbruch spürbar machen.

Mit dem Start der Co-Intendanz von Pınar Karabulut und Rafael Sanchez zeigt sich das Schauspielhaus Zürich mit einem neuen visuellen Auftritt. Für die Konzeption, Gestaltung und Art Direction des gesamten Redesigns wurde Studio Voile beauftragt, heisst es in einer Mitteilung. Die Zürcher Agentur setzte sich in einer Agenturevaluation gegen drei Mitbewerber durch.

Studio Voile, geführt von Franca Moor und Lina Baumann, hat sich mit Arbeiten für Labels wie On, Zalando, Globus, Bottega Veneta sowie dem Redesign des Gurtenfestivals – in Zusammenarbeit mit der Partneragentur Salzmann Gertsch – einen Namen gemacht. Für das Schauspielhaus Zürich entwickelte das Team unter der kreativen Leitung von Franca Moor, Pablo Genoux und Philippe Gertsch einen visuellen Neustart, der gleichermassen die typografische Geschichte des Hauses würdigt als auch den programmatischen Aufbruch der neuen Intendanz spürbar machen soll.

Im Fokus der kommenden ersten Spielzeit unter Karabulut-Sanchez steht das Ensemble, ganz im Sinne dessen, was sich die neue Co-Intendantin Karabulut wünscht: «Ich will, dass sich das Publikum in das Ensemble verliebt.» Entsprechend rückt die erste Kampagne die 33 Schauspielerinnen und Schauspieler in den Fokus. Die Portraits des Fotografen Reto Schmid und die Kampagnenvideos der Regisseurin Ale Ruiz-Zorrilla werden auf weissem Hintergrund inszeniert.

Das Bildmaterial wird umrahmt von dem zentralen Element des gesamten Redesigns: die eigens für das Schauspielhaus entwickelte Schrift Pfauen Plakat. Eine markante Typografie, entstanden unter der Art Direction von Moor, Genoux und Gertsch – zunächst entworfen von Pablo Genoux und finalisiert vom Type-Design-Studio Maxitype: Sie ist historisch inspiriert von der Einladung zur Pfauen-Eröffnung vor fast 100 Jahren sowie einer Plakatschrift, die in den 1960er-Jahren über dem Pfauen-Haupteingang zu sehen war.

Das neue Erscheinungsbild wird ab sofort schrittweise auf den digitalen Kanälen, auf Plakaten und im Stadtbild ausgerollt und bis zur Spielzeiteröffnung im September 2025 in voller Präsenz wirken. (pd/awe)