Amnesty International hat zusammen mit den Familienangehörigen eine Solidaritätskampagne für die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer lanciert. Die Organisation fordert die Bevölkerung auf, Unterstützungs-Postkarten an die Geiseln Rachid Hamdani und Max Göldi nach Tripolis zu senden. Die Karten mit der Aufschrift "A bientôt en Suisse/ Auf bald in der Schweiz" werden am Freitag in Bern und Genf verteilt. Mit der Aktion soll Solidarität ausgedrückt werden, teilte Amnesty am Donnerstag mit. Zudem kann auf der Internetseite der Organisation eine Kerze angezündet und elektronisch eine persönliche Nachricht an die Schweizer geschickt werden.
Sich direkt an die libyschen Behörden zu wenden, sei momentan nicht vorgesehen, sagte eine Amnesty-Sprecherin gegenüber der SDA. Die Aktion geht von den Familienangehörigen der Geiseln aus. Viele Menschen hätten ihn gefragt, was sie tun könnten, um seinem Bruder zu helfen, wird Christian Göldi in der Mitteilung von Amnesty zitiert. "Wer ihm jetzt eine Karte schickt, hilft ihm, Mut und Zuversicht zurückzugeben." Verteilt werden die Karten auch von Bruna Hamdani, der Ehefrau des festgehaltenen Rachid Hamdani. "Wenn Tausende von Postkarten geschickt werden, ist dies ein starkes Signal an die libyschen Behörden, dass sich in der Schweiz viele Menschen für eine rasche Rückkehr der beiden in die Heimat einsetzen", wird sie zitiert.