Ein Sprecher des Unternehmens habe in den Medien behauptet, die Gewerkschaften seien über die geplanten Entlassungen in Neuchâtel und Lausanne informiert worden.
Dies sei falsch, schreibt die Unia in einer Mitteilung am Mittwoch. Man sei von der Geschäftsleitung des Tabakkonzerns nicht kontaktiert worden.
Die Gewerkschaft werde sich aber gegen den Entscheid von Philip Morris wehren, einen Teil seiner Aktivitäten nach Polen, Portugal und Grossbritannien auszulagern, kündigte die Unia an.
Die Rechte der Angestellten müssten im bevorstehenden Mitwirkungsverfahren unbedingt gewahrt werden. Man werde Versammlungen organisieren, um die Angestellten über ihre Rechte zu informieren.
Keine Instrumentalisierung
Zudem ruft Unia die Vertreter der Kantone Neuchâtel und Waadt auf, sich nicht von der Philip Morris-Geschäftsleitung instrumentalisieren zu lassen. So wird etwa Philippe Leuba, Vorsteher des Waadtländer Wirtschaftsdepartements, kritisiert.
Er habe in den Medien von einem «grosszügigen Sozialplan» gesprochen. Jedes Mitwirkungsverfahren bestehe jedoch zuerst darin, die Möglichkeiten zum Erhalt der Stellen zu prüfen, bevor über einen Sozialplan verhandelt wird, betonte die Unia.
Der amerikanische Tabakkonzern Philip Morris hatte am Montag angekündigt, im Zuge einer Restrukturierung an den Standorten Lausanne und Neuenburg etwa 265 Stellen abbauen zu wollen. (awp/sda/lol)