Thomas Imbach wird Verwaltungsratspräsident

Neugass Kino - Der Filmemacher und Teilhaber der Aktiengesellschaft folgt auf Gründungsmitglied Christoph Schaub.

Mit seinem Rücktritt als Verwaltungsratspräsident verabschiedet sich Christoph Schaub auch aus dem Verwaltungsrat der Neugass Kino AG. Thomas Imbach übernimmt sein neues Amt als Verwaltungsratspräsident am 18. August 2018, wie es in einer Mitteilung heisst.

Schaub gründete 1996 die Neugass Kino AG mit und übte fortan das Amt des Verwaltungsratspräsidenten aus. Unter seiner initiativen Führung leistete die Neugass Kino AG Pionierarbeit und wurde zu einem prägenden Akteur in der Schweizer Kinolandschaft, wie es weiter heisst. Die Eröffnung des Riffraff mit zwei Kinos und Bar im Jahr 1998 hatte Signalwirkung. Das Riffraff belebte nicht nur den Zürcher Kreis 5 nachhaltig. Die Kombination eines ausgesuchten Filmprogramms mit eigener Gastronomie in architektonisch einzigartigen Räumlichkeiten wurde zum Ausgangspunkt eines neuen Kinoverständnisses.

Die Neugass Kino AG baute in den folgenden Jahren ihren Erfolg kontinuierlich aus: 2002 verdoppelte sie die Kapazitäten des Riffraff im benachbarten Neubau und expandierte 2004 nach Luzern. 2014 gelang mit dem Houdini in der Zürcher Kalkbreite die Lancierung eines neuen Kinotyps. Neben seinem Engagement für eine lebendige Kinokultur bleibt Schaub stets als vielseitiger Filmemacher tätig. Erfolgreiche Spiel- und Dokumentarfilme wie unter anderem «Sternenberg», «Giulias Verschwinden» oder «Herzog & de Meuron in China» gehören zu seinen breit beachteten Werken. Soeben hat er den rätoromanischen Spielfilm «Amur senza fin» am Filmfestival in Locarno als Eröffnungsfilm präsentiert.

Imbach ist seit 2007 Aktionär der Neugass Kino AG. Der in Luzern geborene und aufgewachsene Regisseur und Filmproduzent gilt laut Mitteilung als einer der innovativsten Schweizer Filmemacher. Zu seinen Werken gehören die stilprägenden Dokumentarfilme «Well Done» und «Ghetto» aus den 90er-Jahren. 2013 überraschte er mit «Mary Queen Of Scots». Soeben hat Imbach am Filmfestival Locarno seinen neusten Film «Glaubenberg» vorgestellt.

Wie seinem Vorgänger ist auch Imbach eine vielfältige Kinokultur ein grosses Anliegen. Seinem beherzten Engagement sei es zu verdanken, dass 2004 trotz Konkurs der Luzerner Kinos Pix und Atelier das gefährdete Arthouse-Filmangebot in Luzern nicht verschwand, heisst es in der Mitteilung. Er übernahm die Luzerner Kinos und beauftragte die Neugass Kino AG mit dem Betrieb. Damit legte er die Basis für das Kino Bourbaki mit vier Sälen und eigenem Gastrobetrieb am Löwenplatz. Diese gingen 2007 ganz an die Neugass Kino AG über. (pd/cbe)